Sicherheitskonzept

I. Sicherheitskonzept der Grundschule Exten

Inhalt

1.   Besondere Gefahrenquellen

1.1.      Lagebeschreibung

1.2.      Gebäude und Raumsituation

1.3.      Schulhof und Schulgelände

1.4.      Gefahrenstellen

2.   Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Unfällen

3.   Verhalten in Notfällen

3.1.      Brandfall

3.2.      Drohanrufe oder Drohschreiben

3.3.      Amoklauf

3.4.      Unfälle und akute Erkrankung

3.5.      Verhalten bei akuter Erkrankung

4.   Schulwegsicherheit

5.   Vermisste Kinder / Unentschuldigtes Fehlen

6.   Sicherstellung der Erreichbarkeit

7.   Umgang mit schulfremden Personen

II. Gewaltpräventionskonzept der Grundschule Exten

Inhalt

1.   Rechtliche Grundlagen

 

2.   Formen der Gewalt

 

3.   Intervention/Prävention

 

4.   Interventions - Grundregel: Gewalt wird nicht toleriert

 

5.   Interventions - Regeln für Lehrkräfte

 

6.   Verbindliches Vorgehen im aktuellen Fall

 

7.   Erziehungsmaßnahmen

 

8.   Ordnungsmaßnahmen

 

 

Anhang

 

Schulregeln

Beschlüsse / Zustimmung

 

I. Sicherheitskonzept

 

 

1. Besondere Gefahrenquelle

 

1.1. Lagebeschreibung

 

Die Schule liegt an einer kleinen, sehr schmalen Straße, die besonders während der Schulanfangs- und Endzeiten stark frequentiert wird. Es gibt nur auf der Seite zur Schule hin einen Gehweg.

Um ins Schulgebäude zu gelangen, müssen die Kinder vom Gehweg aus an den Lehrerparkplätzen vorbeigehen. Die Bushaltestelle liegt außerhalb des Schulgeländes.

 

1.2. Gebäude und Raumsituation:

 

Das Schulgebäude bildet einen L. -förmigen, zusammenhängenden, zweistöckigen Komplex mit 8 Klassen- und Fachräumen.

Von der Pausenhalle gehen zwei Klassenräume, der Zugang zur Sporthalle und zwei Ein- und Ausgänge ab. In der Schule befinden sich zwei Notfalltüren, eine in einem Klassenraum im ersten Stock und die andere in der Turnhalle.

 

1.3. Schulhof und Schulgelände

 

Der kleine Schulhof ist in zwei Ebenen angelegt, die durch eine Steintreppe verbunden sind. Beide Hofteile sind geteert und von Beeten umsäumt. In einer Ecke des oberen Schulhofs befindet sich ein Kletterkarussell mit untergebauten Fallschutzmatten. Der Sandkasten befindet sich im unteren Teil des Pausenhofes. Der Pausenhof ist an keiner Stelle überdacht. Weitere tragbare Spielgeräte stehen den Kindern in den Pausen zur Verfügung.

 

1.4. !!!Gefahrenstellen!!!:

 

·        Eine Gefahrenquelle: hohes Verkehrsaufkommen morgens und mittags

·        Parken vieler Eltern an der schmalen Straße auf dem Gehweg und im Bereich vor den Lehrerparkplätzen und dadurch Behinderung des Schulweges

·        Mehrere, während der Unterrichtszeit nicht verschlossene und damit nicht zu kontrollierende Schulein- und Ausgänge

·        Außerhalb des Schulgeländes liegende Bushaltestelle führt zu häufigen Konflikten nach Schulschluss

·        Sehr kleiner Pausenhof behindert Schüler in ihrem Bewegungsdrang èviele Konflikte  

 

2. Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Unfällen

 

·        Regelmäßige Hinweise auf die gemeinsam erarbeiteten Schulregeln (siehe Gefahrenstelle)

·        Besonderes Augenmerk auf entlegene Ecken des Schulhofes durch Pausenaufsichten, Unterstützung durch die Schüler der vierten Klassen

·        Jährliche Unterweisung der 3. Klassen durch den örtlichen Brandmeister zum Thema Feuer und Gefahren

·        Regelmäßige Durchführung von Feuerübungen

·        Notfallpläne für jede Klasse

·        Regelmäßige Überprüfung der Feuerlöscher durch Ortsbrandmeister

·        Tägliche Kontrolle des Schulgebäudes und des Außengeländes durch den Hausmeister

·        Schlüsselübersicht über die vorhandenen und ausgegebenen Schlüssel

·   Beantragung, die nach außen führenden Türen mit dem neusten Sicherheitsstandard zu versehen und Beantragung der Anschaffung eines Monitors für das Sekretariat

·        Planung der Installation einer Sprechanlage für alle Räume

 

 

 

 

3. Verhalten in Notfällen

3.1. Brandfall

 

Evakuierung und Verhalten im Brandfall:

Im Brandfall wird im Lehrerzimmer über die Handklingel das Notfallsignal (drei lange Klingeltöne) gegeben!

Die Schulleitung informiert die Feuerwehr! Notrufnummer 112.

 

·        In jedem Klassenzimmer befinden sich ein Fluchtwegeplan und eine Tabelle mit den wichtigsten Notrufnummern.

·        Die Fluchtwege sind gekennzeichnet.

·        Die Standorte der Feuerlöscher sind auf dem Fluchtwegeplan gekennzeichnet.

·        Alle Beschäftigten werden in deren Handhabung unterwiesen.

·        In jedem Klassenraum befinden sich in der Pultschublade Schlüssel, um für eine Evakuierung die Fenster zu öffnen.

·        Jährlich finden Informationen des Kollegiums (Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter) und geplante sowie eine unangekündigte Alarmübung zur Evakuierung der ganzen Schule statt.

·        Jährlich wird mit den Schülerinnen und Schülern  das Verhalten im Brandfall besprochen und dies im Klassenbuch dokumentiert.

·        Eine Checkliste zum Verhalten im Brandfall hängt in jedem Klassenraum. In den Klassenbüchern befinden sich zudem Anwesenheitslisten und eine Übersicht über die Klassen-Sammelplätze.

·        Die Lesemütter sind über die Vorgehensweise im Brandfall informiert.

 

Wichtiger Hinweis: An unserer Schule gibt es keine Rauchmelder in den Schulräumen, keine Feuermelder in den Fluren und keine zentrale Lautsprecheranlage für Durchsagen. Daher ist es uns kaum möglich, andere Lehrer oder Schüler vor Gefahren zu warnen und zum sofortigen Verlassen des Gebäudes aufzufordern.


3.2. Drohanrufe oder Drohschreiben

 

Bei Drohanrufen sind folgende Punkte von besonderer Bedeutung:

·        Der Anruf (Rufnummer, Datum, Uhrzeit) wird sofort schriftlich festgehalten.

·        Wenn möglich, sollen andere Personen den Anruf mithören.

·        Das Gespräch wird in die Länge gezogen, um mehr über den Anrufer zu erfahren (z.B. durch Rückfragen).

·        Sprachliche Besonderheiten (z.B. Sprachfehler, Akzent, Dialekt) sollen schriftlich festgehalten werden.

·        Auf Nebengeräusche wird geachtet (z.B. Verkehrslärm, Glockengeläut usw.).

·        Geeignete erste Maßnahmen zum Schutz der Schule werden eingeleitet. (z.B. Verschließen der Eingänge oder Evakuierung zur Fußballwiese bzw. zum Hof „Bauer Stock“ (s. Fluchtwegeplan und Skizze  der Klassen-Sammelplätze))

·        Die Schulleitung wird informiert und wendet sich gegebenenfalls an die örtlich zuständige Polizeidienststelle. Rufnummer 05751-95450.
Beim Eingang eines
Drohschreibens sind folgende Punkte zu beachten:

·        Das Drohschreiben oder bedrohliche Zeichnungen werden sofort im Originalzustand z.B. in einer Plastikhülle gesichert.

·        Die Art der Zustellung( Post, privater Zustelldienst, Überbringer etc.) und genaue Daten der Zustellung (Datum, Uhrzeit) werden festgehalten.

·        SMS oder E-Mails werden gesichert und ausgedruckt.

·        Räume, in denen Droh-Zeichnungen an der Tafel oder an der Wand festgestellt wurden, sind für die Öffentlichkeit zu sperren.

·        Die Schulleitung entscheidet über eine Benachrichtigung der örtlich zuständigen Polizeidienststelle. Rufnummer 05751 – 95450.


3.3. Amoklauf

 

Polizeiruf 110

Nicht auflegen! Verbindung unbedingt halten!

 

Verhalten bei unmittelbarer Bedrohung durch einen Amok-Läufer im Schulgebäude:

·        Alle bleiben in den Schulräumen!

·        Türen abschließen! Vorhänge zuziehen!

·        Im Raum verbarrikadieren, wenn möglich schwere Möbel vor die Tür schieben!

·        Nicht vor Fenstern oder Türen aufhalten!

·        Auf den Boden legen! (Unterhalb der Fenster, weitab der Tür!)

·        Ruhig verhalten!

·        Auf Anweisungen der Polizei warten!

 

Wichtiger Hinweis:

An der Grundschule Exten sind alle Außentüren aufgrund fehlender Selbstverschlüsse den Vormittag über geöffnet, so dass jeder die Schule ungehindert betreten kann. Wir haben bereits mehrfach beim Träger der Schule, der Stadt Rinteln, auf diesen Umstand hingewiesen und die Umrüstung der Türen mit einem Schließmechanismus beantragt. Mit dem Hinweis auf anstehende Umbauarbeiten (Anbau für die Ganztagsschule), in deren Zuge auch die Türen bzw. Schlösser ersetzt werden sollen, wurden wir vertröstet.

An unserer Schule gibt es  zudem keine zentrale Lautsprecheranlage. Daher ist es uns kaum möglich, andere Lehrer oder Schüler vor Gefahren zu warnen und zum sofortigen Verlassen des Gebäudes aufzufordern.


3.4. Unfälle und akute Erkrankungen

 

·        Bei Verletzung eines Kindes oder einer anderen Person wird sofort Erste Hilfe geleistet!

·        Die Orte zur Aufbewahrung des Erste-Hilfe-Materials sind mit einem roten oder grünen Kreuz gekennzeichnet. (Lehrerzimmer, Sporthalle, Sekretariat, Werkraum)

·        Im Kühlschrank im Lehrerzimmer befindet sich eine „Zahn-Box“.

·        Die Lehrkraft informiert Angehörige.

·        Bei einem Krankentransport stellt die Schule eine Begleitung.

·        Binnen drei Tagen erfolgt der Eintrag in das Verbandbuch im Lehrerzimmer sowie eine Unfallmeldung an die Gemeinde-Unfall-Versicherung (GUV).

·        Erste-Hilfe-Schulungen der Mitarbeiter durch das DRK oder andere Organisationen finden regelmäßig statt.

 

3.5. Verhalten bei akuter Erkrankung:

·        Bei plötzlich auftretender Erkrankung am Schulvormittag werden Angehörige oder angegebene Ansprechpartner per Telefon benachrichtigt.

·        Die Kinder bleiben bis zur Abholung im Krankenzimmer der Schule.


4. Schulwegsicherheit

 

Die Mobilitätserziehung ist fester Bestandteil des Stundenplans der Klassen 1 bis 4. In diesem Zusammenhang ist der Auf- bzw. Ausbau der Schulwegsicherheit ein wichtiger Schwerpunkt. Vermittelt werden u.a. folgende Lerninhalte:

 

Klasse 1

- Verhalten als Fußgänger

-   Bedeutung der „gelben Füße“

- Gefahren erkennen

- Verhalten als Beifahrer im Auto

- Verhalten an der Bushaltestelle und während der Busfahrt

 

Nach Möglichkeit werden die Schulwege mit den Kindern abgegangen, zumindest im  Ortsteil Exten. 

Klasse 2

-     Unsere Schulumgebung

-     Wichtige Verkehrsschilder für Fußgänger

Klasse 3

-     Verkehrsschilder: Hinweise, Gebote und Verbote

-     Wer hat Vorfahrt?

-     Das verkehrssichere Fahrrad

-     evt. erste motorische Radfahrübungen auf dem Schulhof

Klasse 4

-     Vorbereitung und Durchführung der Radfahrprüfung in Zusammenarbeit mit der Polizei

 

Da die Schulwegsicherheit auch in der Verantwortung der Eltern liegt, bitten wir diese um Folgendes:

 

-         Den Eltern sollte klar sein, dass sie für die Kinder eine Vorbildfunktion im Verkehr haben.

-         Eltern sollten den Schulweg bereits vor Schulbeginn mit ihren Kindern einüben, bis sie ihn selbständig bewältigen können. Die Kinder sollten dabei besonders auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht werden und das korrekte Überqueren der Fahrbahnen einüben.

-         Kinder sollten grundsätzlich nur auf einem verkehrssicheren Fahrrad und mit einem passenden Schutzhelm unterwegs sein.

-         Die Kinder sollten morgens so rechtzeitig losgeschickt werden, dass sie in Ruhe fahren können und sich auf den Schulweg konzentrieren können.

 

 

Um die Schulwegsicherheit aller Kinder zu gewährleisten, werden Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, um Beachtung folgender Hinweise gebeten:

 

-           Schnallen Sie Ihr Kind auch auf kurzen Strecken immer korrekt an.

-         Fahren Sie so rechtzeitig los, dass Sie sich nicht abhetzen müssen und in Ruhe fahren können.

-         Halten Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen ein. Vor der Schule sollte Tempo 30 nicht überschritten werden!

-         Beachten Sie unbedingt das Halteverbot vor der Schule. Die Parkplätze sind den Lehrern vorbehalten, sodass Sie direkt vor der Schule nicht halten oder parken können.

 

Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen (Schnee, Eisglätte, Sturm etc.) entscheiden die Eltern in Eigenverantwortlichkeit, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder nicht. Bei komplettem Unterrichtsausfall erfolgen Durchsagen über die regionalen Radiosender, die es zu beachten gilt.

 

 

Um die Schulwegsicherheit weiter zu erhöhen, wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die einen Schulwegeplan ausgearbeitet und besondere Gefahrenpunkte bereits markiert hat. Ein großes Problem stellen dabei in unserem Einzugsgebiet die vielen Straßen ohne Gehwege und teilweise auch ohne ausreichende Beleuchtung dar. Langfristig soll allen Eltern vor der Einschulung ein Weg empfohlen werden, den sie mit ihren Kindern einüben sollten. Da das Einzugsgebiet sehr weitläufig ist, bietet sich eine Aufteilung in Sektoren an. Außerdem wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei „gelbe Füße“ aufgesprüht, um geeignete Stellen zur Fahrbahnüberquerung zu markieren. Eltern und Kinder müssen aber darauf hingewiesen werden, dass trotzdem Vorsicht geboten ist, da diese nicht etwa einen Fußgängerüberweg ersetzten und von Autofahrern in der Regel nicht gesehen werden.

 

5. Vermisste Kinder/ Unentschuldigtes Fehlen

 

o   Im Krankheitsfall müssen die Eltern das Fehlen ihres Kindes am selben Tag telefonisch in der Schule entschuldigen. Ist das Sekretariat nicht besetzt, ist auf den Anrufbeantworter zu sprechen.

 

o   Bei mehr als zwei Fehltagen in Folge ist ein ärztliches Attest vorzulegen. Geschieht dies nicht, stellt die Klassenlehrerin telefonisch Nachforschungen an.

 

o   Wird ein zuvor in der Schule erschienenes Kind im Verlauf des Vormittags vermisst, sind sofort die Schulleitung und die Angehörigen zu benachrichtigen.

 

o   Beim unberechtigten Verlassen des Schulgebäudes endet die Aufsichtspflicht der Schule. Es sind die Eltern und unter Umständen die Polizei zu informieren.

 

o   Nachforschungen der Klassenlehrerin am 3. Tag, wenn ein Kind unentschuldigt fehlt

6. Sicherstellung der Erreichbarkeit

 

o   Bei Stromausfall werden Notrufe über Handy abgesetzt.

 

o   Im Sekretariat sind Erreichbarkeitslisten aller Erziehungsberechtigten hinterlegt. Die Eltern sind dazu angehalten, alle Änderungen der Schule mitzuteilen, damit die Listen immer aktuell sind.

 

 

7. Umgang mit schulfremden Personen

 

·        Um unnötiges Herumirren und Störungen des Unterrichts zu vermeiden, hängt im Eingangsbereich des Haupteingangs eine Übersicht über die einzelnen Klassen aus. Das Büro ist ebenfalls ausgeschildert.

 

·        Zurzeit sind noch alle Eingänge permanent geöffnet, sodass fremde Personen unbeschränkt Zutritt zum Gebäude haben. Es ist jedoch geplant, im Rahmen der anstehenden Umbaumaßnahmen (im Rahmen der Umgestaltung zur Ganztagsschule) ab Sommer Türen einzubauen, die nur von innen geöffnet werden können. Diese sollen dann nur noch vor Unterrichtsbeginn und gegen Ende der Pausen geöffnet werden, sodass außerhalb dieser Zeiten niemand Zutritt zum Gebäude hat. Lieferanten und andere fremde Personen müssen dann Klingeln und mittels Gegensprechanlage um Einlass bitten. Dies gilt auch für Eltern, die das Büro aufsuchen möchten. Lediglich die Zugangstür zu den Toiletten wird während der Pausen durchgehend geöffnet sein.

·        Eltern sollen grundsätzlich draußen auf ihre Kinder warten.

·        Das Personal der Schule und vor allem die Aufsicht führenden Lehrkräfte sind gehalten, wachsam gegenüber fremden Personen zu sein und diese ggf. auch anzusprechen.

Beschlüsse / Zustimmung

 

 

Vorstellung des Sicherheitskonzeptes in der Schulvorstandssitzung am 11. Februar 2010

Zustimmung Schulelternrat am 18. Februar 2010

Gesamtkonferenzbeschluss am 22.Februar 2010